Glückskonfetti

Ihr Gehirn: Zu Risiken & Nebenwirkungen…

…lesen Sie die Packungsbeilage (?) oder diesen Artikel.

WARNUNG: Dein Gehirn wird dich nicht glücklich machen!!!

Es sei denn, du weisst, wie du es für diesen Zweck richtig benutzt. Es gibt sehr viele einzelne kleine Schritte, um einerseits mehr Glückskonfettimomente in unserem Leben zu erschaffen und andererseits ganz allgemein zufriedener zu sein. Einer davon ist, die Risiken und Nebenwirkungen des Gehirns zu kennen und es dadurch zielgerichtet nutzen zu können.
Kritisches Bewusstsein von dem, was die „Schaltzentrale“ in unserem Kopf kann und was sie nicht kann, ist nötig. Wir müssen uns verabschieden vom Gedanken, das Gehirn sei immer unser guter Freund, der uns unter allen Umständen das Richtige rät und Gutes für uns tut. Erinnern, Planen, Vorstellen – das kann das Gehirn gut, aber oft mit Nebenwirkungen. Es müsste eigentlich eine Bedienungsanleitung für unser geniales „Steuerungsgerät“ da oben im Kopf geben. Die folgenden drei Risiken dürften darin nicht fehlen:

Risiko 1 >>> Uns glücklich zu machen ist nicht die Aufgabe unseres Gehirns!

Seine Aufgabe ist es, unser Überleben zu sichern. Die gute Nachricht ist aber, dass wir dieses Ziel, zufriedener und glücklicher zu sein, dennoch erreichen können. Wir müssen aber aktiv etwas dafür tun – unter anderem unser Gehirn richtig benutzen – und können nicht einfach darauf warten und hoffen, irgendwann glücklich zu werden. Später in diesem Artikel werde ich noch etwas genauer darauf eingehen.

Risiko 2 >>> Das Gehirn will immer recht haben!

Auch, wenn dies Nachteile für deine Zufriedenheit haben kann. Wenn du dir deinen Wunsch glücklich zu sein einerseits und dein Gehirn andererseits als zwei Playmobil-Figuren vorstellst. würden die beiden sich dauernd miteinander streiten. weil dein Wunsch nach Glück weiß. dass die Ergebnisse deines Gehirns oft nicht dazu führen. dass du glücklich bist, das Gehirn aber immer recht behalten will.Es sucht und liefert immer weitere Beweise dafür, dass seine als Wahrheit interpretierten Gedanken tatsächlich wahr sind. Das kann es wirklich gut. Leider versucht es aber gar nicht erst für die Gegenthesefinden. Wenn es dies wirklich unvoreingenommen machen würde. fände es auch hierfür sehr viele BeweiseDenker und Beweisführer >Es gibt nur zwei Instanzen in deinem Kopf: 1. Der Denker und 2. Der Beweisführer.Der Denker kann alles denken, was möglich ist. Er kann denken, die Menschheit ist gut oder die Menschheit ist schlecht. Der Beweisführer hingegen hat nur eine einzige einfache Aufgabe: Zu beweisen, was dein Denker denkt.<Robert A. Wilson

Risiko 1 + 2 >>> Eine Kombination, die sich gegenseitig verstärkt!

Die Aufgabe des Gehirns, dein Überleben zu sichern verbündet sich mit der Eigenschaft, immer Recht haben zu wollen. Da du bis ietzt überlebt hast. können deine bisherigen Verhaltensmuster und Strategien ja nicht falsch gewesen sein und werden beibehalten. Die meisten von ihnen hast du wahrscheinlich schon in deiner Kindheit erlerntund irgendwann sind sie zu Automatismen geworden. Dein Gehirn ist nicht bereit etwas Neues auszuprobieren auch wenn einige deiner Strategien dich in der Vergangenheit schon oft unglücklich gemacht haben und dies bis ietzt tun. Neues birgt immer eine Gefahr aus der Sicht deines Gehirns nach dem Motto Diese Früchte kenne ich nicht, die könnten giftig sein. < Wenn du etwas in deinem Leben verändern möchtest. versucht dein Gehirn. das zu verhindern. Es will kein Risiko eingehen und deshalb dafür sorgen, dass du in deinerKomfortzone bleibst. Die Kombination der beiden Fakten führt dazu, dass dein Beweisführer dir endlos viele Argumente liefern wird, warum es besser ist, alles beim Alten zu lassen, auch wenn das Bisherige dich nicht glücklich gemacht hat und das Neue dir sehr wahrscheinlich zu mehr Glücksmomenten und mehr Zufriedenheit verhelfen wird.

Risiko 3 >>> Wir glauben alles, was wir denken!

Dadurch drehen wir uns immer wieder im Kreis, Veränderungen fallen sehr schwer und jedes Problem bestätigt wieder unsere Grundannahme. Vielleicht kennst du ja den folgenden Spruch:

„Wir sehen die Welt nicht so, wie sie ist. Wir sehen sie so, wie wir sind.“

Wir haben bestimmte Vorstellungen, die durch unsere Erfahrungen geprägt sind. Wir interpretieren alles, was uns passiert, auf Basis dieser inneren Überzeugungen. Die Quelle unserer Gedanken ist dieses Fundament an Glaubenssätzen. Folglich entsprechen sie auch diesen Glaubenssätzen. Wenn wir unsere Gedanken in Bezug zu unseren Überzeugungen setzen und dann ihre Wahrheit beurteilen, sind sie wahr. Aber in einem anderen Bezugsrahmen, z.B. im Zusammenhang mit den Überzeugungen von unseren Mitmenschen sind sie es eben nicht; in Bezug auf das Leben ganz allgemein in sehr vielen Fällen wohl auch nicht. Hermann Scherer erklärt den Rahmen unserer Überzeugungen in seinem Buch Find your frame sehr anschaulich:

„In unserem Kopf steckt ein Geschichtenerzähler, der erklärt, wer wir sind, woher wir kommen, wohin wir wollen und was jetzt gerade geschieht. Genauer gesagt (Achtung! Das ist entscheidend!) erklärt er uns nicht, was jetzt gerade geschieht! Er erklärt uns, was er glaubt, was jetzt gerade geschieht! Der Geschichtenerzähler in unserem Kopf steckt alles in einen Rahmen, jedoch nicht in einen objektiven Frame, sondern in den der subjektiven Erfahrungswelt negativ formuliert: in den Rahmen des Gedankengefängnisses. Deswegen ist dieser Rahmen das Entscheidende und wir kennen ihn alle. Es handelt sich um das, was wir gemeinhin mit dem Wort Mindset umschreiben.“

Du kannst dir die Gesamtheit deiner Glaubenssätze – also dein Mindset – ungefähr so vorstellen wie ein Puzzlebild. Deine Gedanken sind die einzelnen Puzzleteile. Schau dir ein Teil an und vergleiche es mit dem Bild auf der Verpackung, das später das Ergebnis deiner Puzzlearbeit sein soll. Du siehst natürlich, dass es im Gesamtbild irgendwo seinen Platz hat, was bedeutet. dass dein Gedanke in Bezug auf dein Mindset also wahr ist. Andere Menschen haben andere Glaubenssätze, also ein anderes Puzzlebild Wenn du nun aber die Puzzleteile deiner Gedanken mit dem Bild eines anderen Menschen abgleichst findest du keinen Platz für deine Puzzleteile. In diesem anderen Bezugsrahmen sind deine Gedanken nicht wahr, deine Gedanken-Puzzleteile stimmen nicht überein mit dem anderen Bild,Wenn wir den Fakt. dass unsere Gedanken unserem Bild der Welt entsprechen, mit dem kombinieren, was Robert A. Wilson über die zwei Instanzen in unserem Gehirn gesagt hat, ergibt sich daraus Folgendes: Die Gedanken des Denkers basieren auf unseren Glaubenssätzen und der Beweisführer liefert Beweise dafür, dass sie wahr sind. Dadurch entsteht ein Teufelskreis und unser Mindset verfestigt sich mehr und mehr.

⬆️ Tipp: Klicke auf Risiko 1 – 3 ⬆️ …Text erscheint

Diesen Artikel habe ich ursprünglich für meine Webseite glückskonfetti.net (nicht veröffentlicht) geschrieben. Da es noch mehr Risiken gibt, hatte ich geplant noch einen zweiten Beitrag über unser Gehirn und seine Nebenwirkungen zu verfassen. Wenn es mich mal wieder zu dem Thema hinzieht, schreibe ich ihn. Interessiert dich, warum es uns oft schwer fällt, glücklich und zufrieden zu sein? Schreib mir gerne einen Kommentar, wenn dir dieser Artikel gefallen hat, dann werde ich den 2. Teil des Beitrags „Ihr Gehirn: Zu Risiken und Nebenwirkungen…“ priorisieren.

Wenn ich vielleicht irgendwann mal eine kleine Bedienungsanleitung für unser Gehirn schreibe mit dem Ziel, es so zu nutzen, dass es dich dabei unterstützt, glücklicher zu sein, ist die allererste und wichtigste Empfehlung darin Dankbarkeit.
Da es für unser Überleben nicht wichtig ist, dass wir glücklich sind (Risiko 1), müssen wir uns selbst darum kümmern. Wenn du regelmäßig dankbar bist, hat das eine starke positive Auswirkung, die auch in Studien nachgewiesen wurde.

Außerdem werden die folgenden beiden Sätze in der Bedienungsanleitung für unser Gehirn farblich hervorgehoben und fett gedruckt stehen mit der Empfehlung, sie als Affirmationen zu nutzen, auf Notizzettel zu schreiben und an verschiedenen Stellen zu platzieren, wo du oft hinguckst:

Will ich RECHT haben oder GLÜCKLICH sein?

Meine GEDANKEN entstehen aus meinen Überzeugungen und sind NICHT DIE WAHRHEIT!

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